Carnitin zur Regeneration
Freitag, 30. Juli 2010Carnitin ist aufgrund verschiedener Eigenschaften hervorragend als Regenerationsbeschleuniger im Sport verwendbar. Es schützt beispielsweise das Mitochondrium gegen Säuren. Dies geschieht durch Ausschleusung von kurzkettigen Fettsäuren. Es wird angenommen, dass Carnitin auf dieselbe Weise beim Abbau von Milchsäure wirkt. Bei hohen anaeroben Belastungen, wie sie im Kraftsport und teilweise auch im Ausdauersport üblich sind, werden bereits ca. 7% der Mitochondirenmembranen zerstört, was einen merklichen Leistungsabbau und eine längere Regenerationsphase mit sich bringt. Durch die Zufuhr von Carnitin soll die Ausschleusung von Milchsäure erhöht werden, wodurch eine geringere Schädigung der Membranen eintritt.

Carintin ist eine Base. Kann der Bestand an freiem Carnitin in Umgebung der Zellen erhöht werden, dient dieses hervorragend als Puffer für anfallende Säuren wie z.b. Milchsäure oder Propionsäure. Bei sportlicher Belastung wird Carnitin über die Niere ausgeschieden. Dieser Verlust an Pufferwirkung gegenüber Säuren kann durch eine Ergänzungsnahrung bestens ausgeglichen werden. Es ist daher sinnvoll, Carnitin regelmässig vor körperlichen Belastungen einzunehmen.
Neuere Untersuchungen von Dragani L et. al. aus dem Jahr 1996 zeigen ausserdem, dass Carnitin Muskelkatersymptome nach schwerem Krafttraining deutlich zu vermindern mag. Dies hängt einerseits mit dem Schutz der Zellmembranen während dem Training, andererseits mit dem gesteigerten Blutfluss innerhalb der Muskulatur zusammen. Ebenfalls spielt die gefässerweiternde Wirkung von Carnitin eine Rolle bei der Regeneration nach schwerem Muskelaufbau Training.





